Depressionen - Krankheit oder nicht ?
Ein ziemlich ernstes Thema beschreibt Matt Haig in seinem Roman "Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben".
Er erzählt von seiner eigenen Erkrankung und dem Leben mit "Depressionen"
Ich persönlich finde, dieses Thema ist sehr wichtig und man sollte diese Thematik viel mehr besprechen und Menschen damit auffordern zu helfen und einzuschreiten. Depressionen machen Menschen innerlich so kaputt und treiben viele damit in den Tod. Es ist kein Schnupfen der nach einer Woche wieder vorbei ist, sondern sie bleibt langfristig Teil einer Person die phasenweise wiederkehren kann und bisher nicht wirklich heilbar ist.
Klar es gibt Tabletten, ich selber sollte mal welche nehmen, als ich im tiefsten und dunkelsten Loch in meinen 20 Jahren gesteckt habe... Aber es ist keine langfristige Lösung, denn mit Medikamenten unterdrückt man bloß den psychischen Schmerz und heilt diese seelische Erkrankung nicht.
Es ist wahnsinnig traurig auf wie viel Unverständnis man heutzutage noch trifft, wenn dieses Thema angesprochen wird...
Viele verstehen nicht, dass Depression, Burn Out oder jegliche andere psychische Erkrankung ernst zu nehmen ist. Für viele ist man bloß ein Jammerlappen und man sollte sich doch nicht so anstellen, aber eins ist 100% sicher "DEPRESSION IST NICHT BLOß NIEDERSCHLAGEN SEIN"
"Wir sind alle im Grund alleine auf der Welt. Diese Tatsache lässt sich nicht beschönigen, selbst wenn wir es häufig zu vergessen versuchen. Spätestens wenn wir krank sind holt uns die Wahrheit wieder ein. Schmerz jeder Art ist eine isolierende Erfahrung"
Zitate und Fakten:
- Selbstmord gehört zu den häufigsten Todesursachen bei Männern unter 35
- Jedes Jahr nehmen sich eine Million Menschen das Leben. Zwischen 10 und 20 Million Menschen versuchen es jedes Jahr. Die Wahrscheinlichkeit weltweit, dass ein Mann Suizid begeht ist 3mal höher als bei einer Frau
- Jeder 5te Mensch erlebt einmal im Leben eine depressive Phase (Der Anteil einer psychischen Erkrankung ist viel höher!)
- Doppelt so viele Frauen wie Männer erleiden mind. eine schwere depressive Episode im Leben
- Das Risiko, eine Depressionen zu entwickeln liegt bei etwa 40%, wenn bei einem biologischen Elternteil die Krankheit diagnostiziert wurde
Wie man für jemanden mit Depressionen oder Ängsten da ist:
- Du wirst gebraucht und geschätzt, Verlass dich darauf auch wenn es nicht immer so aussieht.
- Hör zu.
- Sag nie "Reiß dich zusammen" oder "Kopf hoch" außer du lieferst eine detaillierte und narrensichere Anleitung mit.
- Sei dir immer im klaren. Es ist eine Krankheit. Es werden Dinge gesagt die nicht so gemeint sind.
- Hab Geduld. Mach dir klar, dass es nicht leicht wird. Depression ist wie Ebbe und Flut, sie schwellen an und ab. Sie bleiben nie gleich. Nimm einen glücklichen/schlimmen Moment nicht als Beweis für die Genesung/einen Rückfall. Es kann länger dauern.
- Sei einfach da.
Mehr über das Thema könnt ihr in Matt Haigs Roman nachlesen.
Den Kauflink findet ihr hier !
Und falls euch meine Meinung zu dem Buch interessiert, könnt ihr diese ebenfalls bald auf meinem Blog nachlesen.
Ich freue mich über Kommentare oder Nachrichten von euch.
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